Traditionen & Rituale

Kinderkonferenz

Mit der Abhaltung von Kinderkonferenzen wollen wir entscheidend zur Entwicklung und Förderung verschiedener Fähigkeiten der Kinder beitragen:

  • Die Kinder lernen die wahre Bedeutung funktionierender Kommunikation kennen und diese auszuüben. Sie stellen fest, dass es nicht nur wichtig ist, sich angemessen ausdrücken zu können, sie erfahren auch, dass der Schlüssel zu einer guten Kommunikation vor allem im aktiven Zuhören liegt.

  • Die Kinder lernen, nach welchen Grundlagen Entscheidungen getroffen werden, was ein Kompromiss ist und wie er zustande kommt, so dass alle Beteiligten zufrieden sind.

  • Die Kinder lernen, sich mit Themen intensiv auseinanderzusetzen, sie von verschiedenen Positionen aus zu beleuchten. Das ist die Voraussetzung, um sich in andere hineinversetzen zu können und zu verstehen, dass es außer der eigenen auch noch andere Meinungen gibt.

  • Die Kinder lernen, dass jeder ernst genommen und respektiert wird. Sie werden ermutigt ihre Meinung zu sagen und diese auch vor der Gruppe zu vertreten. Sie werden befähigt, kritisch und konstruktiv zu denken und zu handeln, aber auch selbst kritikfähig zu sein.

  • Die Kinder lernen zu argumentieren. Sie erfahren vielfältige Möglichkeiten sich auszudrücken. Sie lernen Stärke und Mut nicht nur über die körperliche Ebene zu definieren.

  • Die Kinder lernen, Probleme als Hindernisse wahrzunehmen, die sich, mit Hilfe der richtigen Strategie, überwinden lassen. Sie lernen Hilfe zu geben, aber auch anzunehmen.

Organisation & Ablauf einer Kinderkonferenz


  • Der Termin für die nächste Kinderkonferenz wird im Kinderhort ausgehängt
  • Die Konferenz wird von einer Pädagogin geleitet
  • Jede Konferenz wird mit einem „gemeinsamen Versprechen“ begonnen und mit der Unterzeichnung des Protokolls beendet.

Ich verspreche, dass

ich aktiv zuhöre, wenn jemand etwas sagt.

ich mich bemühe, meine eigene Meinung zu sagen.

ich niemanden mit Worten oder Blicken beleidige.

ich ehrlich und fair gegenüber den anderen bin.

ich Beifall klopfe, wenn ich jemandem zustimme.

ich bereit bin, andere Meinungen anzuhören.

ich bereit bin, auf einen Kompromiss einzugehen.“


  • Jedes Kind hat das Recht ein Thema oder ein Anliegen auf die Tagesordnung für die nächste Konferenz setzen zu lassen.
  • Fixe Tagesordnungspunkte bei jeder Konferenz sind:
    • Einträge im „Buch des Respekts“
    • Verlesung der aktuellen „Goldtaler-Kontostände“
    • Bekanntgabe der nächsten Aktionen an den Gemeinschaftstagen
  • Der Konferenzleiter trägt Sorge dafür, dass alle Anliegen angemessen behandelt werden und jeder, der etwas zu sagen hat, zu Wort kommt. Er achtet auf einen respektvollen Umgang und ermahnt Konferenzteilnehmer, die sich nicht an die Konferenzregeln halten.
  • Zu Beginn werden alle Anliegen vorgetragen, der Konferenzleiter erstellt eine Tagesordnung.
  • Wer das Wort vom Konferenzleiter erteilt bekommen hat, steht auf und darf sprechen.
  • Entscheidungen, Beschlüsse und Kompromisse gelten nur dann, wenn alle Konferenzteilnehmer diesen mit Handzeichen akzeptieren.
  • Von jeder Konferenz wird ein Protokoll erstellt.